Ansitz Rungghof - Ein Hotel mit Geschichte

Rungg, so nennt man auch die nähere Umgebung des Ansitzes, stammt in seiner Bedeutung vom mittellateinischen Wort 'runcare' ab und bedeutet soviel wie 'roden'. Hier lag der Stammsitz der Rungger, einer Familie, die im Überetsch um 1330 zum ersten Mal urkundlich erwähnt wird.

Der Rungghof um 1950

Die Stube im Rungghof um 1950

Die Geschichte der Rungger

Die Rungger bauten Wein an und trieben regen Handel mit dem Rebensaft. Unter der weit verzweigten Verwandtschaft erwies sich Niklas Rungger als einer der markantesten Persönlichkeiten der Familie. Er war maßgeblich beteiligt am Bau der hochgotischen Pfarrkirche von Girlan-Eppan.

Sein Enkel Andre war der Sohn des berühmtesten Runggers, Hans Rungger, der 1492 Bürgermeister von Bozen war. Ihm haben wir den Rungghof zu verdanken, der im Jahr 1524 im typischen Überetscher Stil erbaut wurde.

Das Familienwappen wurde 1504 von Kaiser Maximilian I. an die Brüder Hans und Ulrich Rungger verliehen. Der letzte Spross des Geschlechts war Felizitas Rungger, eine wohlhabende und damals im Überetsch sehr angesehene Frau. Sie verstarb 1615, und mit ihr erlosch das Geschlecht der Rungger.

In den folgenden Jahrhunderten befand sich der Ansitz vorwiegend in bäuerlichem Besitz und wurde 1917 von der Familie Mauracher erworben. Schon zur Zeit der Großeltern der heutigen Besitzerinnen war der Rungghof ein bekanntes Landgasthaus und Ausflugsziel.

500 Jahre und kein bisschen alt...

italiano